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WÄRME AUS DER ERDE


Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Im Grunde wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt. Der Kühlschrank kühlt, die Wärmepumpe wärmt; das grundlegende Prinzip ist das gleiche. Kühlt der Kühlschrank, produziert er Wärme. Die wird über einen Wärmetauscher (an der Rückseite des Kühlschranks) ungenutzt an die Umgebung abgegeben.

Die Wärmepumpe macht es umgekehrt. Sie kühlt nicht ihren Innenraum, sondern ihre Wärmequelle, z.B. das Erdreich, indem sie die darin vorhandene Wärme entnimmt. Die Wärme wird vom Erdreich in eine Flüssigkeit in den Erdwärmesonden übertragen. Diese Flüssigkeit hat einen tiefen Siedepunkt und verdampft durch die Wärmeaufnahme, sie wird also zu Gas. Ein Kompressor verdichtet dieses Gas, das sich dabei erhitzt. Es gibt seine Wärme an das Heizsystem ab, kühlt ab, kondensiert, wird also wieder flüssig und gelangt zurück in die Erdwärmesonde. Der Kreislauf kann von vorn beginnen.

Zum Antrieb des Kompressors benötigt man Strom oder Gas. Die meisten Wärmepumpen werden heute mit Strom betrieben. Moderne Wärmepumpen kommen heute mit sehr wenig Antriebsenergie aus. Ein Niedrigenergie-Einfamilienhaus benötigt eine Heizleistung von 6 kW/h. Für den Betrieb der Wärmepumpe werden nur 1,5 kW/h benötigt. Den Rest liefert dann das Erdreich.

Damit kann ein ganzes Haus geheizt werden! Die Wärmepumpe ist ein umweltfreundliches, primärenergiesparendes Heizsystem.
In der Verbindung mit einer Erdwärmesonde stellen sie eine zuverlässige, weltweit millionenfach bewährte Alternative zur Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl oder Gas für die Wohnungsheizung dar.